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Burnout-Test
Erschöpfung, Zynismus und das Gefühl mangelnder Wirksamkeit im Job – und wie weit das bereits auf dein restliches Leben übergreift.

100 Aussagen · ca. 10 Minuten · Vollständiger Ergebnisbericht mit einer 7-tägigen Testphase
Was gemessen wird
5 Dimensionen, ein Ergebnis
Jede Dimension wird einzeln ausgewertet. So siehst du genau, welche Facette den Ausschlag gibt – nicht nur den Gesamtwert.
- 01exhaustion
- 02cynicism
- 03sense of ineffectiveness
- 04detachment
- 05spill into the rest of life
Was Burnout ist – und was nicht
Burnout ist ein arbeitsweltliches Phänomen: die Reaktion auf chronischen Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt werden konnte. Die Weltgesundheitsorganisation stuft es ganz bewusst so ein: Es beschreibt die Beziehung eines Menschen zu seiner Arbeit, ist keine medizinische Diagnose und nichts, was isoliert im Inneren eines Menschen ohne Bezug zu seinen Arbeitsbedingungen entsteht.
Diese Einordnung ist wegen ihrer Konsequenzen entscheidend. Wäre Burnout ein persönliches Defizit, läge die Lösung in Resilienztrainings und besserer Selbstfürsorge. Dem ist nicht so, und diese Ansätze schneiden in Studien entsprechend ernüchternd ab. Die Forschung belegt recht eindeutig, dass Burnout auf Veränderungen bei Arbeitsbelastung, Handlungsspielraum, Anerkennung, Gemeinschaft, Fairness und Werten anspricht – und dass individuelle Bewältigungsstrategien allenfalls an den Rändern helfen, eine unbewältigbare Arbeitssituation aber nicht reparieren können.
Die drei Dimensionen – und warum sie getrennt werden
Die meisten Menschen meinen mit dem Begriff schlicht Erschöpfung. Doch Erschöpfung ist nur die erste von drei Dimensionen, auf die sich die Forschung geeinigt hat – und die beiden anderen liefern deutlich mehr Aufschluss.
Erschöpfung ist ein Entleertsein, das sich durch Erholung nicht mehr auflöst. Zynismus ist emotionale Distanz zum Sinn der Arbeit; er entsteht, wenn Engagement schlicht zu viel Kraft kostet – weshalb er der beste Indikator dafür ist, wer die Organisation letztlich verlässt. Mangelnde Wirksamkeit meint den Verlust des Glaubens an das eigene Können.
Sie getrennt zu betrachten ist wichtig, weil sie nach unterschiedlichen Antworten verlangen. Erschöpfung bei intaktem Sinnempfinden ist ein reines Belastungsproblem. Erschöpfung gepaart mit hohem Zynismus verweist dagegen meist auf die Natur der Arbeitsstelle selbst: Werte, mangelnde Fairness oder eine fundamentale Fehlpassung, die sich mit keiner Menge an Ruhephasen ausgleichen lässt.
Die Wirksamkeitsskala spiegelt die Realität am wenigsten wider
Das verdient einen eigenen Abschnitt, denn Menschen treffen auf dieser Grundlage weitreichende Entscheidungen.
Erschöpfte Menschen schätzen ihre eigene Leistung durchgängig schlechter ein, als sie ist. Das Gefühl, wirkungslos zu sein, weniger zu schaffen und nichts mehr zu können – diese Selbsteinschätzung ist ein Symptom. Durch objektive Daten wird sie meistens widerlegt, und sobald die Erschöpfung nachlässt, normalisiert sie sich in aller Regel wieder.
Kündige nicht und ziehe nicht den Schluss, im falschen Beruf zu sein, solange deine Erschöpfungswerte ganz oben liegen. Frag stattdessen zuerst jemanden, der direkt mit dir zusammenarbeitet, wie er deine Arbeit sieht. Die Antwort unterscheidet sich erstaunlich oft drastisch von deiner eigenen Wahrnehmung.
Wo die Schnittmengen mit einer Depression liegen
Die Überschneidungen sind real und dieser Test kann sie nicht trennscharf auflösen. Deshalb hilft hier die entscheidende Leitfrage:
Klassischerweise ist Burnout bereichsspezifisch: Die Erschöpfung und die innere Leere hängen an der Arbeit; das Leben außerhalb funktioniert im Grunde weiterhin. Eine Depression hält sich an diese Grenzen nicht – sie folgt dir in die Bereiche, die dir eigentlich Freude machen würden.
Wenn dein Wert für das Übergreifen auf dein Privatleben hoch ist und die emotionale Taubheit auch an einem Samstag unter Menschen da ist, die du liebst, deutet das in eine andere Richtung. Dann gehört das vor einen Arzt und nicht in ein Mitarbeitergespräch. Beide Zustände treten häufig gemeinsam auf, aber die Ansätze zur Behandlung sind grundverschieden.
Zu den Testfragen
Die Dimensionen orientieren sich an den Kernkonstrukten, auf die sich die Burnout-Forschung verständigt hat. Die Aussagen wurden speziell für diesen Test formuliert und stammen aus keinem urheberrechtlich geschützten Inventar; dieser Fragebogen entspricht daher keinem klinisch validierten Instrument und sollte auch nicht als solches herangezogen werden.
Die kostenlose Version greift auf die ersten fünf Aussagen jeder Dimension zurück. So erhältst du ein echtes Stimmungsbild über alle fünf Bereiche hinweg, statt nur zwei davon punktgenau zu erfassen.
Wenn deine Werte hoch ausfallen
Die Veränderungen, die tatsächlich greifen, sind struktureller Natur: weniger oder klarer begrenzte Arbeitspensum-Vorgaben, mehr Freiraum bei der Gestaltung der Abläufe, dem Einsatz angemessene Anerkennung, ein funktionierendes Team und ein spürbarer Abbau der Diskrepanz zwischen dem, was der Job verlangt, und dem, was du für richtig hältst.
Manches davon liegt in deiner Hand, manches nicht. Ein ehrlicher Blick darauf, was davon zutrifft, bringt mehr als ein weiterer Versuch, „bessere Grenzen zu setzen“. Wenn sich die Rahmenbedingungen nachweislich nicht ändern lassen, ist Kündigen eine legitime Antwort und kein Scheitern – triff diese Entscheidung aber erst, wenn die Erschöpfung spürbar abgeklungen ist, und zwar genau aus dem Grund, der oben im Abschnitt zur Wirksamkeit beschrieben steht.
Wenn du dich in einer akuten Krise befindest, wende dich bitte umgehend an den Notruf oder an eine telefonische Krisenberatung (wie die TelefonSeelsorge) statt an eine Website.
Bevor du startest
Testanleitung
- Bewerte jede Aussage nach deiner persönlichen Einschätzung.
- Fragen lassen sich nicht überspringen, aber du kannst später zu ihnen zurückkehren.
- Antworte so, wie du wirklich bist, nicht wie du gerne wärst – das Ergebnis ist nur so ehrlich wie deine Antworten.
Dieser Test ist ein Werkzeug zur Selbstreflexion. Er liefert keine medizinische oder psychologische Diagnose und ersetzt nicht die Beratung durch qualifiziertes Fachpersonal.
Kompletttest20 Schritte
100 Aussagen, jede Facette
- Ergebnisse für jede Dimension, nicht nur die Gesamtauswertung
- Der vollständige schriftliche Ergebnisbericht
- Dein Ergebnis direkt im Dashboard gespeichert
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25 Aussagen, ein echtes Ergebnis
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